Nach­hal­tig lecker

Mannheim, am 13. Oktober 2020

 

Durch puren Zufall kam er in die Gastro-Branche. Heute ist Ingo Wessel als Gastronomieberater international erfolgreich aktiv. Wessel entwirft das Gastronomiekonzept für die Bundegartenschau 2023 in Mannheim.

 

Ein Gastronomiekonzept für eine Bundesgartenschau zu entwickeln, ist eine riesige Herausforderung. Täglich werden hier auf zwei Veranstaltungsgeländen in Mannheim mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher erwartet, die irgendwann alle eines gemeinsam haben: Hunger und Durst. Diese Grundbedürfnisse zu stillen reicht heutzutage freilich nicht mehr aus. „Die Gastronomie muss erlebnisreich sein und zur jeweiligen Veranstaltung thematisch passen“, weiß Ingo Wessel. Seit über 30 Jahren ist der Wahl-Hamburger im Gastro-Geschäft, betreut national und international Museen, Freizeiteinrichtungen, Parks, Hotels – und eben auch Bundesgartenschauen.

 

Gastroberater Ingo Wessel, © Foto: Koch

Auto­bahn­rast­stät­ten als ers­te Her­aus­for­de­rung

Ingo Wessel gehört einer exotischen Spezies an, denn für den Beruf Gastronomieberater gibt es keinen festgelegten Ausbildungsweg. „Die Anzahl der Gastronomieberater in diesem speziellen Segment in Deutschland kann man an einer Hand abzählen“, schätzt Wessel. Der gebürtige Frankfurter ist selbst zufällig in diese Branche hineingekommen. Studiert hat er Betriebswirtschaftslehre und Psychologie. „Ich war aber schon während des Studiums selbstständig als Unternehmensberater tätig“, erzählt er. Anfangs war der 58-Jährige an der Seite von erfahrenen Fachleuten als Juniorberater unterwegs und übernahm verschiedene kleinere Aufträge. „Das Spektrum reichte vom Möbelhaus bis hin zu einem Unternehmen, das Marmorsteinbruchmaschinen hergestellt hat“, erinnert er sich. Erst am Ende seines Studiums, kam der erste Auftrag aus dem Gastronomiebereich: ein Schulungshandbuch für Autobahnraststätten. Das Projekt öffnete ihm die Türen zu dieser Branche.

 
Gold­grä­ber­stim­mung erweckt

„Die Gastronomie ist eine Branche, in der es relativ wenig wissenschaftlich fundierte Strukturen gibt. Hier gibt es einen Bedarf, vor allem in Bezug auf die Anwendung von Wissen und Methoden aus anderen Branchen“, erklärt Ingo Wessel. Das habe ihn motiviert und eine Art Goldgräberstimmung geweckt. Der andere Aspekt, der ihn von Anfang fasziniert hatte, war die psychologische Komponente, die in allen Gastronomiekonzepten eine bedeutende Rolle spielt. „Hier geht es nicht nur um Zahlen, sondern um Menschen. Besonders spannend finde ich, herauszufinden, wie man in einem gesättigten Markt – Angebote für Essen und Trinken gibt es ja zu Genüge – dennoch Erfolg haben kann.“ Das funktioniere nur durch spezielle Positionierungen, durch etwas Neues, Interessantes – durch Alleinstellungsmerkmale.

 
Wes­sel-Kon­zep­te in der Regi­on

In der Metropolregion ist Ingo Wessel kein Unbekannter. Er wirkt u.a. bei der Entwicklung der Gastronomie an der Kunsthalle Mannheim und im Luisenpark mit. Auch die Gastro-Angebote der Sattelkammer auf dem Heidelberger Schloss, des Schlosses in Schwetzingen sowie der Heilbronner BUGA 2019 fußen auf seinen Konzepten.

Nächstes Jahr erleben die Gäste der Erfurter BUGA 2021, was Ingo Wessel drauf hat. Während er in Heilbronn auf ein bis dato noch nicht entwickeltes Gelände stieß, ähnelt die Situation in Erfurt der in Mannheim: „In beiden Städten ist das BUGA-Gelände zweigeteilt. Bei beiden gibt es teilweise Bestandsgastronomie, die integriert werden muss – in Mannheim im Luisenpark, in Erfurt im Egapark.“ Diese Herausforderungen nimmt der Gastro-Profi gerne auf. Die lange Liste seiner erfolgreichen Projekte, die bereits umgesetzt wurden, sprechen für ihn.

 

Auch was das leibliche Wohl auf der BUGA23 betrifft, kann man sich schon heute auf eine erlebnisreiche Veranstaltung freuen.

 

Die offizielle Pressemitteilung lesen Sie hier.