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Rück­blick BUGA 23: Plattform

Die BUGA 23 ist mehr als eine Blumenschau und ein großes Fest: Bei der BUGA 23 steht Nachhaltigkeit im Vordergrund. Neben schönen Blumen und Gartenlandschaften werden innovative Lösungen geboten für die Probleme unserer Zeit in Bezug auf Klima, Umwelt, Energie und Nahrungsmittelsicherung.

Zu all diesen Themen sind wir mit Ihnen ins Gespräch gekommen und haben uns ausgetauscht: Wir luden spannende Expert*innen ein, blickten Praktiker*innen über die Schulter und gaben Einblicke in unsere BUGA 23.

Alle vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier:

2022

Wie bei vielen aktuellen gesellschaftlichen Bereichen rücken auch beim Thema Mode, Fragestellungen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit immer weiter in den Fokus. Slow-, Fast- und Fair Fashion, Second Hand und preloved – unzählige Begriffe beschreiben die Modeindustrie und unseren Umgang mit Kleidung. Doch was macht Sustainable Fashion aus, wie unterscheidet sie sich von konventionell hergestellter Kleidung und Accessoires und was kann man selbst für mehr Nachhaltigkeit in der Modewelt?

 

Bei der BUGA 23 steht Nachhaltigkeit hoch im Kurs. Ob auf übergeordneter Ebene mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN oder ganz praktisch mit Ideen & Tipps für ein nachhaltiges Leben, das Spaß macht. So auch bei der BUGA 23: Plattform „Tu Dus – Nachhaltigkeit in der Modewelt“; Gemeinsam mit unseren Referenten*innen Melina Bucher, Nico Hoffmeister und Kim Ruppert kamen wir ins Gespräch.

 

Melina Bucher ist Inhaberin des nachhaltigen Modelabels „Melina Bucher“, dass seine Anfänge hier in Mannheim hat. Seit der Gründung ist sie auf der Mission, die Fashion-Branche nachhaltig zu verändern und vereint mit ihren veganen Handtaschen Ethik und Ästhetik für gehobene Ansprüche. Nico Hoffmeister ist Communitymanager der „Textilerei Mannheim“. Als Kenner der Mannheimer Start-Up Szene ist er nah dran an der Entstehung neuer lokaler Marken. Kim Ruppert ist Social Media Redakteurin, Content Creatorin und Model für nachhaltige Unternehmen und steht an der zentralen Schlüsselstelle zwischen Herstellern, Marken und Endverbraucher*innen.

 

Als Expert*innen im Bereich Nachhaltigkeit in der Textilbranche ermöglichten sie uns nicht nur Einblicke in deren Arbeit(en), sondern klärten Sie auf über die Kriterien nachhaltiger Produktion und gaben konkrete Tipps an die Hand, wie jeder Einzelne mit einfachen Tricks nachhaltiger mit Kleidung und Accessoires umgehen kann.

 

Lassen Sie sich inspirieren und starten Ihre eigene Fashion Revolution!

 

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Herbst is(s)t Pilz-Zeit! Das war das Motto bei der BUGA 23Plattform: „Mykologie-Den Pilzen auf der Spur“ im September! Es gab allerlei zu entdecken: Neben Speisepilzen wie frischen Pfifferlingen oder Steinpilzen, konnte man auch viel über ungenießbare und sogar giftige Pilzarten lernen. Ein Highlight für viele am Abend waren jedoch das sogenannte Mushroom-Paper, Kunstwerke aus Pilzfaser sowie mit Hilfe von ausgekochten Pilzen eingefärbte Stoffe. 

 

Einen achtsamen Umgang mit Pilzen und der Natur, in der sie wachsen präsentierte Dr. Bernhard Otto, Pilzsachverständiger und 1. Vorsitzender des Mykologischen Arbeitskreises Rhein-Neckar e.V. Sein Interesse an den Fungi, wie sie in der Fachsprache genannt werden, entdeckte er schon früh und führt seit 1996 Beratungen, Exkursionen und Kurse für Pilzbegeisterte durch. In seinem Vortrag über die Vielfalt der Pilze erzählte er unter anderem, wichtige Sammel-Regeln, wie man giftige Doppelgänger von den leckeren Speisepilzen unterscheiden kann, sind und was man machen kann, wenn man doch mal danebengreift.  

 

Wie gesammelte Pilze zu nachhaltigen Naturprodukten nicht nur für die Küche, sondern und vor allem auch zu Kleidung verarbeitet werden können, zeigte Frau Tanja Major, Kochbuchautorin und Künstlerin.  

 

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Auch in diesem Jahr war es wieder so weit: Um den 12. August kreuzte die Erde auf ihrer Bahn den Meteorstrom der Perseiden, die dann als Sternschnuppen im Nachthimmel zu sehen waren. Dieses kosmische Ereignis nahm die BUGA 23 zum Anlass und lud ein zu einem Ausflug ins Weltall.

 

In der vergangenen BUGA 23-Plattform „Ein Ausflug ins Weltall“ am 28. Juli, 18 Uhr auf dem Spinelli-Gelände stand die Frage: “Fällt uns der Himmel auf den Kopf?” im Vordergrund. Laut Dr. Christian Theis ist es eine ernstzunehmende Frage, die sich mit der Diskussion über mögliche Einschläge auf der Erde und ihren Folgen stark verändert hat. An den deutlich sichtbaren Kratern auf der Mondoberfläche ist erkennbar, dass kosmische Kollisionen wie Meteoriden-Einschläge normale Vorgänge sind und regelmäßig passieren. In seinem Vortrag geht der Experte genauer darauf ein und bespricht, wie bedrohlich Himmelskörper für die Entwicklung der Erde sind. Eine mögliche Folge eines Einschlags kann eine spontane und drastische Klimaveränderung sein, die das Leben auf der Erde kaum mehr möglich macht. So passiert vor 66 Millionen Jahren, als der Aufprall eines Asteroiden zu der Auslöschung von mehr als der Hälfte aller damals lebenden Tier- und Pflanzenarten und zum Aussterben der Dinosaurier geführt hat. Natürlich gibt es hierzu Forschungsprojekte und mögliche Abwehrmechanismen, die uns Dr. Christian Theis vorstellt.

 

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Aktiv werden, Impulse setzten und weiterdenken, hier waren sich die rund 50 Kulturfreund*innen einig! Am 19. Mai bei der BUGA 23-Plattform “Denkfest Teaser – Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur” auf Spinelli, trafen sich neben Vertreter*innen aus der regionalen Kulturszene, interessierte Bürger*innen und stellten sich der Frage: Wie machen wir Kunst und Kultur zu einem ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitstreiber?

 

Fabian Burstein, Projektleiter der BUGA 23, Robert Montoto vom Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, sowie Dr. Volkmar Baumgärtner der KulturRegion Karlsruhe machten klar, dass die Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur, am besten im Austausch und durch Zusammenarbeit funktioniert. Mit dem Denkfest 23 auf der BUGA 23 wollen Sie hierzu eine Plattform bieten.

 

Wir wollen gemeinsam lernen, aktiv sein, Impulse setzten und uns ausweiten. So möchten wir die Gesellschaft zum nachhaltigen Weiterdenken bringen”, beschrieb Montoto das Projekt Denkfest. “Hier möchte man Überregionales zwischen den Kulturregionen schaffen”, erklärt Volkmar Baumgärtner den Zuschauern. Fabian Burstein ergänzt: „Wir möchten verhindern, dass Nachhaltigkeit zu einem Trend wird.“

 

Welche Entwicklungen sich unter Berücksichtigung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele im Kontext Kunst und Kultur schon getan haben, erfuhren die Zuschauer*innen von Dr. Ralf Weiß, Vorsitzender des Netzwerks Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur. Im folgenden Gespräch mit regionalen und überregionalen Kulturinstitutionen wie dem Badischen Staatstheater Karlsruhe, der Biennale für aktuelle Fotografie e.V., der Enjoy Jazz gGmbH, dem EventKultur Rhein-Neckar e.V., Green Office Karlsruhe, Green Touring Network, der Heidelberger Frühling gGmbH sowie der KulturRegion FrankfurtRheinMain GmbH kam es dann nicht nur zum Erfahrungsaustausch, wie beispielsweise der exzessive Gebrauch von Plastikbechern auf Festivals reduziert werden kann, sondern wurde auch darauf aufmerksam gemacht, wer und was beim nächsten gemeinsamen Gespräch nicht fehlen darf: Vertreter*innen aus anderen Disziplinen wie Politik und Wirtschaft, aber vor allem ein Meinungsaustausch über den sozialen Nachhaltigkeitsaspekt in Kunst und Kultur.

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Blumig, farbenfroh und nachhaltig wurde es bei der BUGA 23: Plattform „Gärtnern im Klimawandel – Frühlingsedition“ am Donnerstag, 31.03., im Luisenpark Mannheim.  

Die ersten warmen Sonnenstrahlen, die rosaroten Kirschbaumblüten und gelben Narzissen – der Lenz ist da! Mit Blumenkränzen und Sträußen holen wir uns den Frühling nach Hause. Schnittblumen wie Tulpen und Anemonen bekommt man heutzutage nicht mehr nur auf dem Wochenmarkt und bei seinem Gärtner des Vertrauens, auch in Lebensmittelgeschäften oder online gibt es sie zu kaufen. Bei den vielen Möglichkeiten und der Auswahl stellen wir uns die Frage: Wie kann man mit üppigem Blumen- und Pflanzenschmuck dekorieren und dabei gleichzeitig die Umwelt und das Klima schonen?  

Um diese und weitere Frage zu Regionalität und Saisonalität im Schnittblumenanbau beantworten zu können, haben wir uns Unterstützung von Slowflower-Expertin, Floral-Designerin und Farmerfloristin Anne Oberwalleney geholt. Sie ist Mitbegründerin der Slowflower-Bewegung in Deutschland und während sie gemeinsam mit Patrick Putzig, Ingenieur für Landschaftsarchitektur und Landschaftsarchitekt bei der BUGA 23, live Blumenarrangements aus Slowflowers und nachhaltiger Steckmasse kreierte, erklärte sie was der Anbau von Schnittblumen im Rhythmus der Natur bedeutet.  

Der Bogen zur BUGA 23 war leicht geschlagen, denn ohne Blumen keine Bundesgartenschau und ohne Nachhaltigkeitsgedanken keine BUGA 23. Patrick Putzig informierte die Zuschauer*innen nicht nur über die geplanten Pflanzungen auf unseren beiden Ausstellungsgeländen, auf Spinelli und im Luisenpark, sondern auch über standortgerechte Pflanzungen, Wertstoffkreisläufe und unsere 2023 Zukunftsbäume.  

Während des Austauschs wurde deutlich, dass Aufklärung der Schlüssel zu einem Umdenken hin zu einem bewussteren Umgang mit Blumen und Pflanzen ist. 

Sie möchten auch nachhaltige Dekoration kreieren und brauchen noch Tipps, hier finden Sie den Stream zur Veranstaltung:

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Regenwurm und BUGA 23 – das passt zusammen? Beim Großprojekt BUGA 23 wird tagtäglich mit Erde gearbeitet, wie es auch der Regenwurm tut. Auf dem 82 Hektar großen Spinelli-Gelände wurden in den letzten Monaten rund 2/3 der gesamten Oberfläche entsiegelt und 320.000 m³ Erde bewegt. Erdarbeiten und neu angelegte Beete - Hier blühen 2023 aber nicht nur Rosen und Dahlien, sondern es werden auch besondere, klimaresistente Pflanzen und 2023 „Zukunftsbäume“ zu bestaunen sein.   

 

Passend zum Thema Boden veranstalteten wir am 24.02.2022 eine ganz besonders bodenständige BUGA 23 Plattform: „Die Welt unter unseren Füssen - der Boden“.

Expert*innen und Referent*innen des Abends waren Ina Sperl, Gartenbuchautorin und Pressesprecherin der Deutschen Gartenschau-Gesellschaft, sowie Dr. Kristina Eck und Dr. Nina Schaller von der Tschira-Jugendakademie Heidelberg. Über 60 Zuschauer*innen schalteten sich zu und haben, neben interessanten Fakten zum Thema Boden und dem Mikrokosmos unter der Erdoberfläche, erfahren, wie man den Boden vor der eigenen Haustür erforschen kann.  

 

Gartenexpertin Ina Sperl stellte sich den spannenden Fragen von BUGA 23 Moderatorin Maike Fischer. Wie lange benötigt die Natur, einen Zentimeter Boden entstehen zu lassen? Wie ist die Beschaffenheit des Bodens, gibt es regionale Unterschiede und was kann ich im eigenen Garten tun, um das Bodenleben zu fördern? Einer der wichtigsten Tipps für einen gesunden Boden und ein reges Bodenleben: „Immer, wenn ich dem Boden etwas entnehme, etwas ernte oder etwas aufhebe, muss ich dem Boden wieder etwas hinzufügen, damit der geschlossene Kreislauf erhalten bleibt“, so Sperl. 

 

Praktisch ging es bei der Tschira-Jugendakademie zu. Biologin Nina Schaller und Geologin und Paläontologin Kristina Eck machten sich nicht nur bei den Rollproben, zur Ermittlung der Bodenart, die Finger schmutzig, sondern erklärten mit Hilfe eines Regenwurmobservatoriums den Zuschauer*innen mehr über einen der bekanntesten Bodenbewohner. Ganz interessant: In Nordamerika gab es bis vor ein paar Jahren keinen Regenwurm. Die Globalisierung und das Reisen ermöglichten dem wirbellosen Erdbewohner die „Übersiedlung“, mit Auswirkungen auf das Ökosystem vor Ort. Welche Folgen dies hat und was die anderen Kleinstlebewesen unter der Erde zu einem gesunden Boden beitragen, finden Sie hier im Stream. 

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2021

„Die Bundesgartenschau ist schon jetzt Kultur!“, sagte Andreas Hilgenstock von der Engelhorn KGaG. Ganz unter diesem Motto stand die BUGA 23 Plattform-Veranstaltung am Donnerstag, 28.10.2021, mit dem Titel „Lebenskunst-Das Kulturkonzept“. Die BUGA 23 hatte in den wunderschönen barocken Rittersaal des Mannheimer Schlosses geladen und rund 50 Besucher*innen waren zum interaktiven Abend rund um das Kulturkonzept der Mannheimer Bundesgartenschau gekommen.

Warum ist die Bundesgartenschau in Mannheim eine „Kultur BUGA“ und wie lässt sich dieser Begriff im Austausch mit Akteuren überhaupt definieren? Dieser Frage ging Fabian Burstein nach, Projektleiter für die Kultur und Veranstaltungsprogramme der BUGA 23, im Austausch mit Andreas Hilgenstock, Geschäftsführender Gesellschafter der Engelhorn KGaG und Alexandra Lehmler, freischaffende Musikerin und Komponistin. Zwischen den drei Akteur*innen und dem Publikum entwickelte sich ein informativer Diskurs über die Weiterentwicklung von Kulturtraditionen, über Berührungsängste des Publikums  und die Einbeziehung der Mannheimer Innenstadt in die Planungen der BUGA 23.

Das Highlight der Veranstaltung: Die Besucher*innen wurden am Ende der Diskussionsrunde zu einem Traumkonzert des Kurpfälzischen Kammerorchesters eingeladen. Gemütliche Matratzen und klassische Musik schufen eine meditative Atmosphäre, die Besucher*innen und Mitwirkenden einen Raum zum Träumen eröffnete. Zum Abschluss des gelungenen Abends herrschte eine angenehme, ausgeglichene und zufriedene Stimmung unter Zuschauer*innen und Beteiligten.

Möchten Sie mehr über das Kulturkonzept der BUGA 23, Kultur in Stadtentwicklungsprozessen, erfahren, sowie an einer musikalischen Traumreise teilhaben? Dann können Sie sich hier das Video zu unserer Veranstaltung im Nachgang anschauen.

 

 

Das Video finden Sie hier:

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Das Bewusstsein für gesunde Ernährung und die Herkunft unserer Lebensmittel ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig beeinflussen Bevölkerungswachstum und Klimawandel die Nachfrage und den Anbau unserer Nahrung.

Nachhaltige Nahrungssicherung ist neben Energie, Umwelt und Klima, Leitthema der BUGA 23. Schon heute wollen wir mit Vordenker*innen und Macher*innen ins Gespräch kommen und uns konkrete Ideen und Lösungen anschauen. Ist zum Beispiel ein innovativer und nachhaltiger Nahrungsanbau in der Stadt eine realisierbare Lösung? Die BUGA 23: Plattform „Mikrolandwirtschaft: Vom Acker nebenan auf den Tisch“ am 30.09.2021 widmete sich unter anderem dieser Frage.

Die Zuschauer*innen hatten, direkt auf einem Mikrolandwirtschafts Acker, in Liegestühlen und die letzten spätsommerlichen Sonnenstrahlen genießend die Gelegenheit, mehr über mögliche Konzepte wie Mikrolandwirtschaft und Urban Gardening zu erfahren.

Bertram Fischer, Vorstandsmitglied des Mannheimer Vereins Mikro Landwirtschaft – gemeinschaftlicher Gemüseanbau e.V., und Theresia Kiefer, Kuratorin des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen und Initiatorin des Hack-MuseumsgARTen, sprachen darüber, wie lebendiges Grün in eine zunehmend künstliche Stadt gebracht werden und wie mit der Entwicklung neuer Konzepte der Nahrungssicherung eine engere Verbindung zwischen Landwirtschaft und Stadtbewohner*innen aufgebaut werden kann.

Michael Dester, Co-Inhaber der Kombüse Mannheim und des Hausboot Ludwigshafen, ist überzeugter vegetarischer Koch und zauberte mit dem Gemüse direkt vom Acker eine kleine Überraschung für die Gäste. Ein Beitrag von ihm persönlich zur Nahrungssicherung - regionale und kaum tierische Produkte.

Im Video erfahren Sie mehr über essbare Städte und nützliche Tipps von unseren Expert*innen zur Nahrungssicherung in Ihrem Alltag.

 

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Die BUGA 23 : Plattform „Da wächst was – Neue Parkmitte im Luisenpark“ richtete den Blick über den Neckar zum Luisenpark Mannheim, den zweiten Austragungsort der Bundesgartenschau 2023 in Mannheim.

Auf Grund der hohen Nachfrage konnten in zwei Führungen mit Joachim Költzsch, Parkdirektor des Luisenparks, und Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH, jeweils rund 30 Interessierte vor Ort auf der Baustelle einen genaueren Einblick in die Pläne für die Gestaltung der neuen Parkmitte im Luisenpark gewinnen.

Dabei fiel es einigen Teilnehmer*innen der Führungen schwer, aus dem Staunen über die tollen Entwicklungen, die im Herzen der Grünen Oase Mannheims Tag für Tag voranschreiten, wieder herauszukommen. Rund um das südliche Ende des Kutzerweihers erhält der Luisenpark bis zur BUGA 23 und darüber hinaus ein modernes und großzügiges Parkzentrum mit neuen Erlebnisräumen.

Zukünftig erwarten die Besuchenden hier leichte, verglaste Pavillons, die sich mit ihrer organischen Formsprache und fließenden Linien perfekt in die umgebende Parklandschaft einpassen. Bis zur Bundesgartenschau sollen auf rund 1,89 Hektar die Pinguinanlage, die Freiflugvoliere, die Unterwasserwelt und das neue Südamerikahaus entstehen.

In seinen Ausführungen betonte Michael Schnellbach besonders die Gegensätze der beiden Ausstellungsgelände der BUGA 23 in den Formen und der Gestaltung. Während in der Neuen Parkmitte geschwungene, organische Strukturen die Landschaft und Architektur bestimmen, sind es auf dem einstigen Militärgelände Spinelli die geradlinigen Formen, die das innovative Experimentierfeld bestimmen werden.

Die Besucher*innen waren sehr beeindruckt von diesem kleinen Vorgeschmack auf die neue Parkmitte im Luisenpark und es herrschte große Vorfreude auf die aufregenden Attraktionen, die bis zur BUGA 23 und darüber hinaus hier entstehen.

 

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Es wurde sportlich bei der BUGA 23: Plattform „Innovation in Bewegung. Spiel- und Bewegungspark“ am 29.07.2021; und das nicht nur aufgrund des im Zuge der BUGA 23 geplanten Spiel- und Bewegungsparks in der Parkschale Käfertal, der den Ausgangspunkt des Abends bot.

Gäste und Referent*innen des kurzweiligen Abends waren Prof. Dr. Henning Plessner, Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaft an der Universität Heidelberg und Vorstandsmitglied der Sportregion Rhein-Neckar e.V., und Christian Ziegler, praktizierender Physiotherapeut und Osteopath, sowie, wenn auch nicht physisch mit im Gym - der alten Turnhalle auf dem Spinelligelände dabei - Tim Weickenmeier. Der Parkour Profi und Gründer der „Parkour Akademie Mannheim“ bot mit einer Videobotschaft Einblicke in die spannende Sportart.

Gleich zu Beginn des Abends war klar: Bewegung ist wichtig!
Christian Ziegler holte die Zuschauer*innen direkt aus ihren Sesseln und weg von ihren Schreibtischen. Mit einfachen Dehn- und Ausgleichsübungen zeigte er, wie man dem eigenen Körper mit wenigen Griffen einen wohltuenden Ausgleich verschaffen kann.

So gelockert übernahm Prof. Dr. Henning Plessner das Wort und gab aufschlussreiche Einblicke in die Bedeutung von Sport im Alltag und unserer Gesellschaft und welche Herausforderungen diese für die Stadtplanung mit sich bringen. Öffentliche Sportanlagen und Bewegungsräume erweitern das Angebot für Bürger*innen und verlocken diese bestenfalls zu sportlicher Betätigung.

Hier konnte Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Mannheim 2023, andocken: Im Norden des Spinelli-Geländes der BUGA 23 entsteht in der künftigen Parkschale Käfertal ein 14 Hektar großer und 1,4 Kilometer langer Spiel-, Sport- und Bewegungspark mit Disc Golf, Calisthenics- und Parkouranlagen, mit Freiräumen zur Entspannung und Laufwegen. Was die Anlagen besonders macht: Sie sind barrierefrei zugänglich und werden generationenübergreifend geplant. Bei der Planung stützt sich die BUGA 23 auf Expertenwissen aus Architektur, Spielherstellung und Sport.

Einer dieser Experten ist Tim Weickenmeier. Er ist Parkour-Profi und setzt sich für den Sport in Mannheim ein. Die urbane Sportart hat in der Region ein großes Netzwerk. Weickenmeiers Ziel: Mannheim als eine der großen Parkour-Städte zu etablieren. Unter anderem wird es das BUGA 23 Team bei den Planungen der Parkouranlage beratend unterstützen.

Das Video zum Stream finden Sie hier:

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It was a very special BUGA 23: Platform on 6/24/2021 with Elizabeth Monoian and Robert Ferry, speaker and founders of the Land Art Generator Initiative (LAGI).

It was visionary, international, and a softlaunch for the innovative competition launched by LAGI with its goal to design and build art installations that uniquely combine aesthetics with large-scale clean energy generation.

The BUGA 23: Plattform was titled "Land Art Generator initiative - Beautiful Forms of Energy," where the two presented their extraordinary initiative: It is the interface of design and sustainability and brings together designers, artists, scientists and landscape architects as well as engineers. The installations resulting from such symbiosis look like from another planet. Meters high, shimmering pink waves floating in the air spread out in front of the coast of Copenhagen. The imposing expansive installation, consisting of photovoltaic elements and kinetic materials provides renewable energy and at the same time the viewer dives into the world of aesthetics. To describe just one of the competition entries Elizabeth and Robert included in their presentation.

With BUGA 23, Mannheim joins the list of cities such as New York, Abu Dhabi, Santa Monica, Melbourne and Copenhagen as a host city. LAGI 2022mannheim for students and young offices will officially start in April 2022.

 

If you have any questions or are interested in LAGI 2022mannheim, please feel free to contact Elizabeth Monoian and Robert Ferry directly:

mail: lagi@landartgenerator.org | www.landartgenerator.org

 

Download the presentation here.

The streaming video can be found here:

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Zwei Jahre vor Eröffnung der BUGA 23 nehmen die 62 Hektar Fläche auf Spinelli mehr und mehr Gestalt an. Aber was genau ist seit Baustellenbeginn auf dem ehemaligen Militärgelände passiert? Bei unserer „BUGA 23: Plattform“ am Donnerstag, 20.05.2021, bekamen die rund 140 Teilnehmer*innen einen digitalen Rundgang über das Spinelli-Gelände.

 

Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Mannheim 2023, sowie Hanspeter Faas, Projektleiter Ausstellungen mit langjähriger Bundesgartenschau Erfahrung, gaben ein Update: Was hat sich bisher getan, wie sieht es im Moment aus, was erwartet die Besucher*innen im Veranstaltungsjahr 2023, was bleibt der Stadt Mannheim und ihren Bewohner*innen langfristig erhalten und wie fügt sich die planerische Ausgestaltung in das Gesamtkonzept ein, das eine schonende Nutzung vorhandener Ressourcen voraussetzt?

 

Der Online-Rundgang startete natürlich im Eingangsbereich. Hier türmen sich aktuell meterhohe Schotterberge in Form von riesigen Kegeln auf. Noch erfordert es etwas Fantasie, um sich hier den attraktiven Willkommensbereich vorzustellen, in dem ab dem 14. April 2023 täglich mehrere Tausend Besucher*innen in Empfang genommen werden und mit den vier Leitthemen der BUGA 23 - Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung - vertraut gemacht werden.

 

Die optischen Highlights dieser digitalen Führung waren die Aufnahmen von Spinelli, die die Bauarbeiten über die letzten Monate hinweg dokumentieren, sowie der Drohnenflug über und durch die U-Halle. Die einst 22.000 Quadratmeter große Halle wird bis zur BUGA auf rund 11.000 Quadratmeter zurückgebaut und ihr Stahlträgergerüst an einzelnen Segmenten skelettiert. Neben besonderer Gastronomie-Angebote finden hier auch die beliebten Blumenschauen statt. Aktuelle Impressionen und einen Überblick zu den wichtigsten Spots auf der Baustelle finden Sie im Video.

Das Video zum Stream finden Sie hier:

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„Macht es euch schön bunt auf dem Balkon und auf der Terrasse!“ - mit diesem Appell an die Zuschauer*innen verabschiedeten wir uns bei unserem Live-Stream „BUGA 23: Plattform" zum Thema "Gärtnern im Klimawandel. Pflanzen für Balkon und Terrasse" am 29.04.2021.

 

Balkonkästen, torffreie Erde und Blähton sowie mehrere Dutzend Blumen, Pflanzen und Kräuter, von Euphorbia über Johannesbeer-Salbei bis hin zur Zypressen-Wolfsmilch wurden in der U-Halle auf Spinelli bereitgestellt. Unsere Pflanzen- und Blumenexpertin Lydia Frotscher, Leiterin der Gärtnerischen Ausstellungen der BUGA 23 sowie DBG-Ausstellungsbevollmächtigte, und Torsten Brämer, Gründer der Facebook-Community „Wir sind Garten®“ und eigens ernannter Hobbygärtner, gaben nicht nur Tipps und Tricks für grünes Gärtnern, sondern pflanzten beispielhaft einen Kasten mit insektenfreundlichen Sommerblumen für den Balkon.

 

Rund um nachhaltiges und klimaorientiertes Gärtnern ging der Austausch zwischen den Beiden. Beim Upcycling auf der eigenen Terrasse kann kurzerhand ein alter Gullideckel zum attraktiven Pflanzenbeet umfunktioniert werden und auch ein ausrangiertes Poloshirt findet neue Verwendung als Teil einer Drainageschicht. Beim Thema Düngen waren sich beide einig: Finger weg von chemischen Düngern und her mit organischen Zusätzen für schöne Pflanzen und eine gesunde Umwelt! Ganz im Sinne der BUGA 23, die die nachhaltigste BUGA aller Zeiten werden will.

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Nachhaltiges Wirtschaften und Umweltmanagement sind in aller Munde. Stellt es eine Ressource für Unternehmen bzw. Potenzial für Innovationen dar? Oder ist es lästige Pflicht? Dass ein solches Thema Anlass zu Diskussionen gibt, zeigte die große Resonanz und aktive Beteiligung am 25.03.2021 im Online-Stream der Veranstaltungsreihe „BUGA 23: Plattform“ mit über 70 Zuhörer*innen.

Inhaltlicher Startpunkt war der Expertenvortrag von Dr. Volker Teichert von der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg zu Prozess und Untersuchungsfeldern einer EMAS-Zertifizierung am Beispiel einer Großveranstaltung wie der BUGA 23. Die Diskussion ging von Fragen wie den Umwelt-Zielsetzungen und deren Überprüfbarkeit, über den Modalsplit bei der BUGA 23 bis hin zu konkreten Fragen zu Müllvermeidung oder Netzwerktipps wie der Klimaschutz-Allianz Mannheimer Unternehmen.

Die Mannheimer Umweltbürgermeistern Prof. Dr. Diana Pretzell verwies auf den Vorbildcharakter der Stadt in Sachen New Green Deal und die damit verknüpften Standortvorteile für Wirtschaftsunternehmen. Während die Stadt die Vorgaben des IPPC ausführt, gehört das Green Public Procurement zu den noch zu erledigenden Aufgaben der Stadt.

Michael Schnellbach sieht die BUGA-Betreibergesellschaft gut vorbereitet in Sachen Umweltmanagement - Schließlich strebt die BUGA23 an, die nachhaltigste Gartenschau aller Zeiten zu werden. Daran orientiert sich die Arbeit in allen Abteilungen und Handlungsfeldern der BUGA 23.

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Die Bundesgartenschau als Tourismus-Magnet – über dieses Thema sprachen Sibylle Eßer von der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), Karmen Strahonja (Stadtmarketing) und Michael Schnellbach von der Mannheimer Bundesgartenschaugesellschaft am 25. Februar um 18 Uhr im Online-Stream der Veranstaltungsreihe „BUGA 23: Plattform“ vor über 80 Zuhörer*innen.

 

Nach Frau Eßers Erfahrungen sind Bundesgartenschauen, die seit 1952 eine deutsche Marke sind, als Tourismusziel „gelernt“: Sie bieten Inspiration für das private Grün, eine hohe Aufenthaltsqualität und locken vor allem mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm. Mannheim als Städtereiseziel stand vor Corona mit über 1,6 Millionen Gästen 2019 bereits gut da, Tendenz steigend, vor allem im Leisure-Bereich. Die BUGA 23 sei eine riesige Chance für Hotellerie und Gastronomie sowie für das Kulturleben der Stadt, erläuterte Karmen Strohonja. „Wir wollen dafür sorgen, dass nicht nur Tagesgäste zur Gartenschau kommen, sondern auch wesentlich mehr Übernachtungsgäste“, betonte die Geschäftsführerin des Stadtmarketings.  Über 2 Millionen Besucher sollen nach Mannheim kommen, zudem soll die Gartenschau auch nachhaltig wirken, führte Michael Schnellbach aus. Denn Erfahrungen aus Koblenz und Heilbronn haben gezeigt, dass der Effekt anhält, wenn eine Stadt als Reiseziel nach der Gartenschau noch bekannter ist.

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„Du bist was du isst“ – der Gastronomie-Experte Ingo Wessel gab in seinem Online-Vortrag am 28.01.2021 über 80 interessierten Zuhörer*innen einen kulinarischen Einblick in das nachhaltige Gastronomie-Konzept auf der BUGA 23. Die multikulturelle Seele Mannheims wird in der Vielfalt der gastronomischen Angebote abgebildet: von veganen und vegetarischen Speisen über Halal-Gerichte bis leckeres Grillgut – für jeden Geschmack und Geldbeutel soll etwas dabei sein. Im Luisenpark erwartet die BUGA Besucher*innen das Seerestaurant im frischen Gewand, das ganz neue Restaurant in der Neuen Parkmitte, das Café Pflanzenschauhaus, ein Bistro im Freizeithaus sowie das chinesische Teehaus.

 

Auf Spinelli ist das Herzstück der Gastronomie das „Green Restaurant“ mit einer Experimentalküche in der U-Halle. Der Charme der Industriearchitektur verbunden mit viel Grün sorgt für ein innovatives und atmosphärisches Restauranterlebnis. Ein Kiosk an der Seilbahnstation sowie eine „Tankstelle“ mit Erfrischungen und Snacks empfangen die Gäste im Eingangsbereich. In den Themengärten lädt ein Bistro im Grünen mit beschatteten Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein.  Selbstmitgebrachtes Proviant kann im Biergarten an der Heizzentrale verzehrt werden.  Neben Nachhaltigkeit - auch in Bezug auf die Verpackung - wird großer Wert auf hohe Qualität, Regionalität und Saisonalität der Produkte gelegt.

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2020

Auf große Resonanz stieß der Online-Vortrag von Nadine Haas, der für Mannheim zuständigen Projektleiterin bei der Firma Doppelmayr Seilbahnen: 90 interessierte Teilnehmer*innen folgten am 26. November 2020 den fachlichen Ausführungen zur modernen Mobilität im urbanen Raum. In Zeiten von zunehmender Urbanisierung und Klimawandel sind immer mehr Städte bereit, die Seilbahn als alternatives Verkehrsmittel im öffentlichen Nahverkehr zu implementieren. So ist in Boliviens Hauptstadt La Paz das größte städtische Seilbahnnetz der Welt entstanden. Es handelt sich um eine Art U-Bahnnetz in der Luft; auf einem Gesamtstreckennetz von 30 km transportieren 10 Seilbahnlinien bis zu 30.000 Fahrgäste täglich.

 

In Mannheim wird die temporäre Seilbahn während der Bundesgartenschau 2023 pro Stunde und Richtung mit 65 Kabinen bis zu 2.800 Personen befördern, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23km/h. Betrieben wird sie mit Ökostrom, die Kabinen sind vorher bei der Florade Almere 2022 im Einsatz und werden im Anschluss an die Bundesgartenschau an einem neuen Standort zum Einsatz kommen. In Kooperation mit der Hochschule Darmstadt ist außerdem eine wissenschaftliche Analyse zur Nachhaltigkeit geplant. Die BUGA 23 versteht sich auch hier als Experimentierfeld, um den Besuchern die urbane Seilbahn als Transportmöglichkeit begreifbar und erlebbar zu machen.

Fra­gen an Nadi­ne Haas, Dop­pel­mayr Seilbahnen:

Wie hoch wird die maxi­ma­le Höhe der Seil­bahn in Mann­heim sein?

Die höchste Stelle der Seilbahn ist bei der Querung des Neckars. Dort hat die höchste Stütze eine Höhe von 45m.

In Wien gibt es von der neu­en Stadt­re­gie­rung ein Seil­bahn-Pro­jekt — Ist da die Fa. D. schon irgend­wie involviert?

Nein.

Wie ist die Ener­gie-/Schad­stoff­bi­lanz der Seil­bahn, wenn sie z.B. nur 20/30% Aus­las­tung hat?

Grundsätzlich ist die Energiebilanz einer horizontalen Seilbahn pro beförderte Person im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln außergewöhnlich positiv. Durch eine geringere Auslastung erhöht sich dieser Energieaufwand, liegt aber immer noch deutlich unter anderen Systemen. Seilbahnen werden elektrisch angetrieben, gehören somit in die Familie der Elektromobilität und bei Verwendung von grünem Strom ist der CO2-Ausstoß nicht relevant.

Es wur­de über eine Test­stre­cke des upBUS-Pro­jek­tes in Mann­heim geschrie­ben. Gibt es eine Koope­ra­ti­on dies­be­züg­lich mit Doppelmayr?

Wir verfolgen mit Interesse die Aktivitäten der Uni Aachen und stehen mit dem upBUS-Team in Verbindung.

Wel­che Not­aus­stiegs-Sze­na­ri­en gibt es — grund­sätz­lich und spe­zi­ell in Mann­heim, z. B. über dem Neckar?

Bei der Seilbahn zur BUGA in Mannheim wird ein Räumungskonzept ausgeführt. Dabei werden die Kabinen bei allen möglichen Szenarien in die Stationen zurückgeführt, wo die Fahrgäste auf normalem Weg aussteigen können. Ein solches Räumungskonzept ist auch bei der Seilbahn in Koblenz installiert.

Wie oft muss die Anla­ge gewar­tet werden?

Nachdem die Seilbahnanlage ausschließlich während den sechs Monaten der Veranstaltung betrieben wird, ist keine intervallmäßige Wartung notwendig. Tägliche, wöchentliche und monatliche Kontrollen werden standardmäßig vorgenommen.

Nächt­li­che Beleuch­tung wür­de zahl­rei­che Tie­re beein­träch­ti­gen — kön­nen die Kabi­nen nachts ver­dun­kelt werden?

Die Kabinen sind lediglich mit einer Notbeleuchtung ausgestattet, die indirekt den Fußbereich bei der Tür innen beleuchtet. Die Stützenköpfe werden bei Nachtbetrieb mit 3 lux beleuchtet.

Wie sieht die Kabi­ne innen aus?

Die Kabinen sind mit zwei Holzbänken für jeweils fünf Personen ausgestattet. Diese können nach oben geklappt werden, um in den Kabinen Platz für Kinderwagen oder Rollstühle zu schaffen.

Wel­che Tei­le der Seil­bahn aus Alme­re kön­nen denn über­haupt ver­wen­det wer­den, wenn die­se dort noch bis Herbst 2022 in Betrieb ist?

In Mannheim werden wir die Stationen, also seilbahntechnische Einrichtung, Diensträume und Bahnsteigrampen sowie die Kabinen aus Almere weiterverwenden. Aus zeitlichen Gründen können wir die Stützen von Almere in Mannheim nicht einsetzen. Diese können jedoch an einer anderen Stelle wiederaufgebaut werden.

Wie oft kann eine Seil­bahn ab und auf­ge­baut wer­den? Wer wür­de die Seil­bahn in Mann­heim betreiben?

Der Auf- und Abbau einer Seilbahn ist öfters möglich. So wurde z.B. die Seilbahn von der BUGA Rostock bei der BUGA München und anschließend in einem Skigebiet in Bayern wiederaufgestellt. Den Betrieb der Seilbahn zur BUGA Mannheim werden wir als Firma Doppelmayr selbst ausführen.

Wie oft wur­de die­se Seil­bahn bereits schon auf und abge­baut, ist sie in Alme­re neu?

In Almere wird eine neue Anlage installiert.

Sind die Gesprä­che mit der Fir­ma UpBus aus Aachen bereits abge­schlos­sen oder lau­fen dort noch Pla­nun­gen (auch zusam­men mit Doppelmayr)?

Die Entwicklung des upBUS in Zusammenhang mit autonomem Fahren ist ein langfristiges Projekt. Über die Fortschritte im Projekt stehen wir im Austausch mit dem upBUS Team in Aachen.

Ist eine Anbin­dung an Lud­wigs­ha­fen im Gespräch?

Aktuell gibt es keine Gespräche zwischen der Firma Doppelmayr und Ludwigshafen.

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Der Vortrag „Bäume im Zeichen des Klimawandels“ von Klaus Körber am 22.10. im Rahmen der Veranstaltungsreihe BUGA 23: Plattform stieß auf großes Interesse: Über 60 Interessierte folgten den lebendigen Ausführungen von Klaus Körber von der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, der aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß, welche Bäume dem Klimawandel trotzen können.

 

Wir werden in den nächsten Jahren das Thema Schatten auf der Tagesordnung haben. Bei extremer Hitze ist auch ein breiter Wuchs wichtig“, so Körber. Schon eine Erwärmung von fünf Grad kann für Lebewesen gefährlich werden. Wir verlieren Körbers Ansicht zufolge die Fichte, Birke und Kiefer. Auch für die Buche als prägendem Waldbaum steht es schlecht; mit ihr verlieren wir 26 Vogelarten, 72 Schmetterlingsarten, Kleinsäuger, Reh- und Schalenwild.

 

Als Favorit für die Zukunft gilt u.a. die schmale Platane Minaret oder die Silberlinde. „Wenn es uns gelingt, Straßenzüge zu planen mit beispielsweise drei Lindenarten, haben wir gleichzeitig 6 Wochen blühendes Futter für die Bienen und einen Beitrag zur Biodiversität“, plädiert Körber. Damit Bäume in Zukunft gut wachsen, müssen wir viel mehr Aufmerksamkeit auf das Wurzelwerk legen. Auch das Thema intelligente Bewässerung nach dem Schwammstadt-Prinzip ist eine zentrale Zukunftsaufgabe.

 

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Mit einem besonderen Klimaspaziergang begab sich die BUGA 23: Plattform am 24. September auf die Spuren des eiszeitlichen Windes. Prof. Dr. Wilfried Rosendahl, Direktor an den Reiss-Engelhorn-Museen und Klimaspezialist, erläuterte den interessierten Teilnehmer*innen während seiner fachkundigen Führung durch die Dünen des Käfertaler Waldes, wie die Dünen entstanden sind. Gegen Ende der Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren, herrschten in der Region bitterkalte Temperaturen, die Landschaft war weitgehend kahl und vegetationsfrei. Westwinde bliesen Flugsand der Rheinebene ins Landesinnere, es entstand ein Dünengürtel, der sich von Karlsruhe bis nach Griesheim erstreckt.

 

Der Glockenbuckel, einst Panzerübungsgelände, ist heute ein bedeutendes Naturschutzgebiet und Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere - ein spannender Ort, der authentisch mit dem Klima der Vergangenheit zusammenhängt. Die Teilnehmenden erfuhren dabei, wo die windabgewandte und die windzugewandte Seite der Dünen zu erkennen ist, wie sich die Sandpartikel der Binnendünen von denen des Meeres unterscheiden und wie sich das Klima der Zukunft entwickeln wird.

 

Das Buch „Entlang des Rheins von Basel bis Mannheim – Wanderungen in die Erdgeschichte“, herausgegeben von Prof. Dr. Rosendahl, lädt Interessierte ein, weitere geologische bedeutsame Orte entlang des Rheins zu entdecken.

Auf dem Spinelli Gelände gehen die Vorbereitungen für die Arbeiten der Bundesagartenschau voran. Bei einer ersten öffentlichen Baustellenführung, die aufgrund des großen Interesses in 2 Gruppen stattfand, konnten sich interessierte Bürger*innen unter fachkundiger Leitung selbst ein Bild machen.

 

178 Tage dauert die Bundesgartenschau, von April bis Oktober 2023, die sich den vier Leitthemen Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung widmet. Das Gelände lässt sich in einen Ost- und einen Westteil unterteilen; die verlängerte Völklinger Straße bildet hier die Achse. Auf dem Westteil des Geländes entsteht der sogenannte „Klima Park“, der die Weite der Natur erlebbar macht. Am nördlichen Rand wird die Parkschale Käfertal zu finden sein. Hier entsteht der „Erfinderpark“, ein Spiel- und Bewegungsraum für alle Generationen. Auf dem östlichen Teil ist der Rückbau von Gebäuden und Wegestrukturen gerade noch im Gange. Die U-Halle selbst wird zur Bundesgartenschau um ein Drittel verkleinert. Sie bietet dann Platz für Veranstaltungen und die Blumenhallenschauen; aber auch ein Bildungscampus und die Gastronomie sowie Themen wie Food Farming und Aquaponik werden hier verortet. Auf dem Veranstaltungsgelände werden als Artenschutzmaßnahme Ersatzhabitate für geschützte Tierarten wie die Mauereidechse geschaffen.

Auf große Resonanz stieß die erste BUGA 23: Plattform live Veranstaltung in der U-Halle nach der Corona-Pause, die vorübergehend mit digitalen Streams überbrückt worden war. 86 Interessierte kamen bei sommerlichen Temperaturen zum Expertengespräch „Making Of - Gärtnerische Ausstellungskonzeption BUGA 23" mit Kirsten Batzler, Lydia Frotscher und Ellen Oswald.

Mit der interdisziplinär arbeitenden Kreativagentur Northern Light aus Amsterdam wurde ein Ausstellungskonzept entwickelt, welches die speziellen Gegebenheiten der beiden BUGA 23-Gelände aufnimmt und widerspiegelt: Spinelli als Experimentierfeld mit seinen vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten und der Luisenpark mit gewachsener Parkanlage als zwei sich ergänzende Orte.

Dieser Spannungsbogen zeigt sich auch im gärtnerischen Konzept: Lydia Frotscher, Ausstellungsbevollmächtige der DBG, erläuterte die Aufgaben und Themen der Pflanzenschauen auf Spinelli und ging auch auf ganz praktische Fragen ein, beispielsweise wie sich die Pflege der Pflanzen während der laufenden Bundesgartenschau gestaltet. Frau Oswald, Gärtnerische Leiterin des Luisenparks, gab einen Einblick in die Planungen zur Neuen Parkmitte im Luisenpark, der auch in der Pflanzung aufgrund der klimatischen Bedingungen andere Sorten präsentieren kann. So ergänzen sich die beiden Standorte; denn schließlich sollen den Besucher*innen jeden Tag schöne und inspirierende Blumen und Pflanzungen präsentiert werden.

Am 25. Juni 2020 fand der 5. Plattformvortrag zum dritten Mal in Folge im Live-Stream statt. Prof. Braum, Geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg, zeigte eindrucksvoll am Beispiel des Heidelberger Patrick-Henry-Village (PHV) auf, dass Städte von morgen anders geplant werden müssen. Zunächst warf Prof. Braum den Blick zurück in die Vergangenheit. Stadtplaner und Architekten der Nachkriegszeit knüpften an die großen Visionen der klassischen Moderne an, darunter an die Tradition der Gartenstadtbewegung oder der „Organischen Stadtbaukunst“. Als herausragende Beispiele einer damals zukunftsgerichteten Architektur gelten u.a. das Hansaviertel in Berlin oder die Neue Heimat in Hamburg; eine andere, heute strittig diskutierte Siedlung ist die Neue Vahr in Bremen. Leitbild damals war die moderne „funktionsgetrennte Stadt“ mit getrennten Lebensbereichen des Wohnens, Arbeitens und der Freizeit. Ab den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts fand ein Bewusstseinswandel statt und man begann nun im Städtebau funktionsgemischte Städte zu bauen, die alternative Nutzungen des öffentlichen Raums berücksichtigen. Gelungenes Beispiel für ein durchmischtes, lebendiges und zukunftsfähiges Stadtquartier ist das Mannheimer Benjamin Franklin Village.

 

Was muss eine funktionsüberlagernde Stadt heute können? Die Zukunftsstadt muss ein eigenes Ökosystem entwickeln, in dem sich Natürliches und Künstlerisches miteinander vermischen (cradle to cradle). Sie muss als Stoffkreislauf funktionieren, d.h. Energie und Baustoffe sollten soweit wie möglich regional produziert werden und unterschiedliche Ansätze des Bauens intelligent miteinander verbinden. Außerdem muss die Stadt der Zukunft ihren Betrieb durch Möglichkeiten der Digitalisierung in ihren Abläufen effizient gestalten, gleich ob Verkehr, Abfallwirtschaft oder Wohnen, und sie muss Mobilität neu denken und den ÖPNV sowie andere umweltfreundliche Verkehrsarten stärken. Die Stadt von morgen muss von Vielen entwickelt werden und zu ihrer Heterogenität stehen, sowohl die Architektur als auch ihre Bewohnerschaft betreffend; sie ist radikal inklusiv.

 

Als international ausgerichtetes Reallabor wird im PHV nun mit dem Dynamischen Masterplan ein ausbalanciertes Konzept geschaffen, das bewusst offen für die Anforderungen von morgen bleibt und über städtebauliche Themen hinausgeht. Für die Umsetzung ist eine stufenweise Entwicklung des Areals vorgesehen, die auch vorhandene Gebäude und Freiraumstrukturen einbindet.

 

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Luftbild des Versuchsguts Kirschgartshausen der Südzucker AG.

In der zweiten digitalen Ausgabe der BUGA 23: Plattform stellte Dr. Peter Risser, Leiter des Versuchsguts Kirschgartshausen der Südzucker AG, im Live Stream praxisnah innovative Produktionstechniken im Zuckerrübenanbau vor. Welche Alternativen gibt es in der Unkrautbekämpfung? Wie gelingt es die Biodiversität zu steigern? Wie lässt sich Digitalisierung als Chance nutzen? Risser gab Antworten auf Zukunftsfragen der landwirtschaftlichen Praxis.

Seit 1862 wird die badische Staatsdomäne von Südzucker bewirtschaftet. Inzwischen kommen im Arbeitsalltag zunehmend Smart Farming Lösungen zum Einsatz. So werden digitale Tools und Satellitendaten bei der Planung und Durchführung der Arbeit auf dem Feld genutzt. Auch die Düngung erfolgt anhand von Sensoren an den Traktoren zielgenau dort, wo Nährstoffe gebraucht werden. Ein erster autonomer Feldroboter wird zum Hacken und Säen von Zuckerrüben eingesetzt. Um die Biodiversität zu steigern, wird die Zuckerrübe in eine mehrgliedrige Fruchtfolge mit Soja, Winterroggen und Raps eingebunden.

Zum Abschluss beantwortete Dr. Risser die im Chat gestellten Fragen der interessierten Zuhörer*innen zu den Herausforderungen und der Zukunft einer digitalisierten Landwirtschaft.

 

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Auf dem Bild sieht man eine bunte Staudenwiese mit vielen verschienen Staudenarten.

Die BUGA 23 begab sich aufgrund der Corona-Pandemie erstmals digital auf ein Experimentierfeld, um neue Lösungen für die derzeitigen Probleme zu finden. Am 28. April 2020 referierte Prof. Cassian Schmidt, Leiter des Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof e.V., im Live-Stream über „Klimaangepasste Staudenkonzepte für das öffentliche und private Grün“. Der Vortrag stieß auf ein außerordentlich großes Interesse, über 140 interessierte Teilnehmer*innen folgten dem Live-Stream in Kooperation mit der öffentlichen Ringvorlesung „Geschichte. Klima. Zukunft – Natur und Kultur im Dialog“ an der Universität Mannheim und den Reiss-Engelhorn-Museen (rem).

So zeigte Prof. Schmidt vor dem Hintergrund der rasant fortschreitenden klimatischen Veränderungen praktische Beispiele von neuen, klimaangepassten Pflanzkonzepten, die ausreichend stresstolerant sind, aber gleichzeitig auch ästhetisch ansprechend, u.a. Pflanzungen von Piet Oudolf (Wisley Gardens, England) oder des Ateliers le Balto (Berlin) mit einer neuen Ästhetik des Spontanen. Der neue Verwendungsstil stellt Erlebnisqualität und sinnliche Naturerfahrung in den Vordergrund, einen Anspruch, den auch die BUGA verfolgt. Visuell neu geschätzt wird auch eine Ästhetik des Vergehenden als Gestaltungselement. Zusätzlich gewinnen Aspekte der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit an Bedeutung. Sie sollten nicht zu hohe Kosten im Unterhalt verursachen und dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu erhöhen. Als Beispiele hierfür nannte Prof. Schmidt u.a. den Blut-Storchschnabel, Hirschwurz-Saum, Wolfsmilch oder Echinacea. Als gelungene Praxisbeispiele im öffentlichen Raum gelten die Alla-Hopp Anlage Hemsbach mit einer Präriemischung, das Firmengelände ABB in Ladenburg sowie der Sullivan Park in Augsburg, der thematisch das amerikanische Landschaftskonzept aufgreift, das ohne Bewässerung auskommt. Zum Abschluss gab Prof. Schmidt Antworten auf die Fragen der interessierten Zuhörer*innen.

 

Das Video zum Vortrag finden Sie hier:

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Auf dem Bild ist ein Ausschnitt eines Kiefernpanoramas zu sehen.

Die nordbadischen Hardtwälder gehören zu den trockensten Landschaften in Baden-Württemberg. Der Klimawandel mit zunehmend trockenen und heißen Sommern führt hier schon jetzt zum Absterben der historischen Kiefernwälder. „Die seit dem 17. Jahrhundert eingebrachte Kiefer und die Schattbaumart Rotbuche leiden am stärksten unter dem Klimawandel; der Gewinner ist die spätblühende Traubenkirsche, die bereits große Flächen erobert hat“, ist Sebastian Eick überzeugt.

Aufgrund der Entwicklungen zur Corona Situation wurde auf Weisung des Wissenschaftsministeriums der Vorlesungsbetrieb an der Universität Mannheim bis zum 19. April 2020 eingestellt. Aus diesem Grund entfiel leider der Vortrag „Der Wald im Klima der Zukunft“ von Sebastian Eick, Forstdirektor a.D. im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung „Geschichte. Klima. Zukunft – Natur und Kultur im Dialog“ am 31.3.2020 um 17.15 Uhr. Wir bedauern diese notwendig gewordene Entscheidung sehr.

Einen Ausblick wie Stadtwälder womöglich in der Zukunft aussehen gibt der Forstexperte dennoch in einem Gespräch mit dem Mannheimer Morgen. Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Wir hoffen, Sie bei unserer nächsten Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

„Warum braucht es eigentlich eine Bundesgartenschau?“ Mit dieser provokanten Frage startete Hanspeter Faas am 27. Februar 2020 in seinen Vortrag „Bundesgartenschau – Störfaktor in der Stadtentwicklung?“
Anschaulich, informativ und überaus kurzweilig berichtete Faas den über 80 Zuhörer*innen eine knappe Stunde lang, in welcher Art und Weise eine Bundesgartenschau die Entwicklung einer Stadt anstoßen kann. Sie sei als Instrument der Stadtentwicklung „ein scharfes Schwert“. Dazu zog Faas Beispiele aus den Städten München, Koblenz und Heilbronn heran, in denen er 2005, 2011 bzw. 2019 die jeweilige BUGA als Geschäftsführer leitete. In Koblenz erfuhr beispielsweise das wunderschöne Stadtschloss aus dem 18. Jh. eine beeindruckende Aufwertung. In Heilbronn wurde eine Industriebrache in einen modernen, neuen Stadtteil verwandelt. Um den zukünftigen Bewohnern einen direkten Zugang zum Neckar zu schaffen, wurde dort sogar eine Bundestraße zurückgebaut.
Faas betonte die Bedeutung, welche seiner Meinung nach sowohl die Einbindung der Bürgerschaft als auch ein schlüssiges Gesamtkonzept als roter Faden in der Umsetzung spielte. Und: „Die Zukunft von Stadt und Landschaft muss durch Nachhaltigkeit geprägt sein“, so Faas. Mannheim biete hier mit seinen Themen Energie, Umwelt, Klima und nachhaltige Nahrungsmittelsicherung beste Voraussetzungen. Mit einem regen Austausch, in dem die Diskutanten u.a. Parallelen zu Mannheim zogen, endete die Veranstaltung.

Mit der Veranstaltungsreihe „BUGA 23-Plattform“ will die BUGA gGmbH die Themen der Bundesgartenschau – Klima, Energie, Umwelt und nachhaltige Nahrungsmittelsicherung – in die Stadtgesellschaft einbringen und mit der interessierten Bürgerschaft diskutieren.

Michael Schnellbach, Karmen Strahonja und Hanspeterfaas im Gespräch

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe BUGA 23: Plattform gab Kathrin Weiß, Geschäftsführerin der BUGA Erfurt 21, im Quartier Q6/Q7 spannende Einblicke in das stadtplanerische Konzept und Programm der Blumenstadt Erfurt. So weist die mittelalterliche Stadt Erfurt eine lange Tradition des Gartenbaus auf; bereits im Jahr 1865 fand die erste internationale Gartenschau statt. Diese Geschichte wird im Jahr 2021 wieder sicht- und erlebbar. Leitmotiv des Veranstaltungsprogramms sind 25 Themenwochen. Jede Woche erwartet die Besucher ein neuer Schwerpunkt.

Gelän­de­pla­nung

Im Norden der Stadt wird ein wichtiger neuer Grünraum erschlossen, der die sogenannte nördliche Geraaue, ein rund fünf Kilometer langen Naturstreifen, mit dem Nordpark verbindet. Auf dem historischen Petersberg wird ein Panoramaweg mit einem gläsernen Aufzug für einen barrierefreien Zugang angelegt und zu einem öffentlichen Quartier für Kultur, Bildung und Freizeit erschlossen.  Auch der egapark, ein bedeutendes Gartendenkmal aus den 1960er Jahren, wird erheblich aufgewertet. Dabei beschränkt sich die Bundesgartenschau aber nicht nur auf Erfurt, 25 Gärten in ganz Thüringen zählen als Außenstandorte zur BUGA.

Aktio­nen rund um die BUGA 21

Allerlei Aktionen wie die BUGA-Dialoge, eine BUGA Sprechstunde, Baustellen-Spaziergänge oder die Blühweinhütte auf dem Weihnachtsmarkt stimmen schon im Vorfeld auf die Großveranstaltung ein: Eröffnet wird am 23. April 2021. Bleiben Sie auf dem Laufenden unter www.buga2021.de

Kathrin Weiß referiert auf der BUGA 23: Plattform Veranstaltung zum Thema BUGA Erfurt 2021.