BUGA 23 und Spar­kas­se Rhein Neckar Nord: Nach­hal­ti­ge Koope­ra­ti­on mit Tradition

Mannheim, 01. Juli 2022

  • Spar­kas­se unter­stützt das Pro­jekt „Hekt­ar für den Nektar“
  • His­to­risch, öko­no­misch und öko­lo­gisch nachhaltig
  • Insek­ten sind ein Wirtschaftsfaktor

 

Im Schulterschluss von BUGA 23 und regionalen Partnern liegt ein enormes Potenzial, aus dem wir gemeinsam schöpfen wollen“, verkündete BUGA 23 - Geschäftsführer Michael Schnellbach im Dezember 2021. Die Sparkasse Rhein Neckar Nord war der erste Platinpartner, der zu diesem Zeitpunkt vorgestellt wurde. Jetzt stellte er gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Rhein Neckar Nord, Stefan Kleiber, vor, wie die Partnerschaft ausgestaltet wird.  Hauptrolle spielen dabei Insekten, fleißige Bienen und natürlich das Thema Nachhaltigkeit.  

 

Zur Bundesgartenschau 2023 in Mannheim unterstützt die Sparkasse die BUGA 23 mit 500.000 Euro und ist damit Platinpartner. Durch die Kooperation kommt ein didaktisch und ökologisch wertvolles Projekt zustande, das erst auf den zweiten Blick zu einem Geldinstitut passt. Die Sparkasse finanziert den „Hektar für den Nektar“, den BUGA 23-Geschäftsführer Michael Schnellbach vorstellte. Auf einem Hektar Fläche wird eine insektenfreundliche Wiese gesät. Insektenhotels und Bienenbeuten ergänzen die Fläche, die in Wabenstruktur angelegt ist. Bienen und Insekten können hier einen reich gedeckten Tisch vorfinden, die Besucher*innen der Bundesgartenschau werden durch viele Beobachtungsmöglichkeiten und Informationen auf die Situation von Bienen und Insekten aufmerksam gemacht.

 

 „Der Hektar für den Nektar ist ein wirklich wertvoller Ausstellungsbeitrag“, erläuterte Schnellbach, „denn er zeigt uns, wie wichtig ein funktionierendes Ökosystem für Biodiversität ist.“ Didaktisch begleitet wird dieser ökologische Lernort vom BUGA 23: Campus-Team unter der Federführung von Ursula Jünger, die Leiterin der Grünen Schule im Luisenpark und während der BUGA 23 Teil des Campus-Teams ist. Sie hat das Konzept für den „Hektar für den Nektar“ entwickelt.  Auf der Fläche gibt es genügend Raum für Workshops und Seminare.

 

„Insekten sind auch Nahrungsgrundlage zahlreicher Wildtiere und stellen durch ihre Bestäubungsleistungen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar!“, ergänzte Michael Schnellbach, der auch auf den Aspekt der Nachhaltigkeit der BUGA 23 einging: Nach der 178-tägigen Gartenschau wird die Gartenschau-Fläche in den Grünzug Nordost integriert und frei zugänglich. Es entsteht ein neues Naherholungsgebiet, das vom Käfertaler Wald über die Vogelstang-Seen, das Bundesgartenschau-Gelände „Spinelli“ und die Feudenheimer Au bis zum Luisenpark reicht. Es schafft einen Frischluftkorridor zum Neckar, der das Stadtklima positiv verändern wird. Darüber hinaus werden mit einem sechs Kilometer langen Radschnellweg gleich mehrere Stadtteile an die Innenstadt angebunden. Zugleich wird das Gelände der Bundesgartenschau auf Spinelli mit rund 62 Hektar zu einem der größten Artenschutzgebiete in der Metropolregion Rhein-Neckar entwickelt.

 

Zur BUGA 23 in Teilen auch darüber hinaus bleiben viele Strukturen der ehemaligen Kaserne erhalten und werden umfunktioniert. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird mit dem Bestand gearbeitet und ausgewählte Gebäude umgenutzt. Materialien aus dem Rückbau wie beispielsweise Dachpanelen und Glasbausteine tauchen an anderen Stellen wieder auf. Gerade wird aus alten Dachpanelen die Trennwand für den Betriebshof gestaltet. Aus Betonquadern, die für Pflanzlöcher aus dem Boden der U-Halle geschnitten wurden, ist in der Feudenheimer Au eine neue Eidechsenmauer entstanden.

 

Stefan Kleiber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein Neckar Nord, erklärte die Hintergründe für das starke Engagement der Sparkasse, die sich historisch, ökonomisch und ökologisch der Nachhaltigkeit verpflichtet sieht und ihren Geschäftsbetrieb gerade dahingehend umstellt, klimaneutral zu arbeiten, was ab diesem Jahr gelingen wird. Seit 2019 konnte das Kreditinstitut seinen CO2-Ausstoß bereits um über 80 Prozent reduzieren. Ihre verbleibenden CO2-Emissionen wird die Sparkasse fortan durch Investitionen in Klimaschutzprojekte freiwillig kompensieren.

 

„Unsere Sparkasse wird in diesem Monat 200 Jahre alt. Unsere Geschichte ist eng verzahnt mit der Entwicklung von Stadt und Region. Seit ihren Anfängen fördert die Sparkasse gemeinwohlorientierte Projekte und trägt zur Finanzierung der lokalen Wirtschaft bei. Gartenschauen haben in Mannheim bereits in früheren Zeiten wichtige Impulse zur Stadtentwicklung geliefert“, so der Vorstandsvorsitzende.

 

Durch Firmenhistoriker*innen konnte belegt werden, dass die Sparkasse bereits 1907 bei der großen Gartenbau-Ausstellung im Rahmen des 300-jährigen Stadtjubiläums eine wichtige Rolle bei der Finanzierung spielte, indem sie der Stadt ein Darlehen gewährte. Auch bei der BUGA im Jahr 1975 arbeiteten Sparkasse und BUGA Hand in Hand. Die Sparkasse präsentierte eine technische Neuheit, die für viele eine Sensation war: Es gab einen Geldautomaten auf der BUGA, ein Highlight, da Geldautomaten seit 1968 überhaupt erst in Deutschland existent waren.

 

„Und wenn wir uns gemeinsam anschauen, was aus den letzten Gartenschauen erwachsen ist, dann staune ich noch heute über den Attraktivitätsschub, den Mannheim dadurch erfahren hat. Die Gestaltung der Gegend um den Wasserturm, der Luisenpark, der Fernmeldeturm – all das geht auf die BUGA 1975 und ihren Vorläufer im Jahr 1907 zurück. Ich bin mir sicher: Die Menschen in der Zukunft werden dankbar sein über die nachhaltige Aufwertung, die Mannheim durch die BUGA 23 erfährt. Wir als Sparkasse danken schon heute all unseren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe, die uns bei der Kooperation mit der BUGA unterstützen. Namentlich sind das der Sparkassenverband Baden-Württemberg, die SparkassenVersicherung, die Landesbank Baden-Württemberg sowie die LBS Südwest.“

 

Der Geschäftsführer der BUGA 23 gGmbH Michael Schnellbach und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Rhein Neckar Nord (von links nach rechts. Foto: Karsten John

Sichtbares Zeichen für die starke Partnerschaft von Sparkasse Rhein Neckar Nord und der BUGA 23 ist ein Partnermotiv, das eine Biene zeigt, die gerade eine Malve anfliegt. Das Motiv ist von nun an gut sichtbar an der Fassade der Hauptstelle der Sparkasse zu sehen. Stefan Kleiber erklärte die Motivation der Sparkasse für das Motiv: „Seit 1822 arbeiten wir daran mit, dass unsere Region lebenswert bleibt – und holen nun Bienen zurück, die sich in dieser Zeit zurückgezogen haben. Denn Bienen haben eine große Bedeutung – für den gesamten Ökokreislauf und unsere Natur.“

 

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord schafft 23 Bienenvölker inklusive der Bienenwohnungen, den sogenannten Beuten, an. Die Anzahl der Völker symbolisiert die Verbindung zur BUGA 23. Bei der Aufzucht und Betreuung der Bienenvölker arbeitet die Sparkasse Rhein Neckar Nord mit dem Mannheimer Imkerverein zusammen. Die Sparkassen-Bienenvölker werden an Jungimker gespendet, um diese bei ihrem Start in die Imkerei zu unterstützen. Einige der Bienenwohnungen werden auf dem Gelände „Hektar für den Nektar“ aufgestellt. Hierdurch wird eine offenkundige Verknüpfung von „Hektar“ und „Nektar“ geschaffen. Die Beuten stammen von dem Hersteller „Bergwinkel Imkereibedarf“, einer Werkstätte für Menschen mit Handicap. Die Produktion sichert Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Seinen Sitz hat die Produktionsstätte im hessischen Bad Soden-Salmünster.

 

Sparkasse Rhein Neckar Nord

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord übernimmt Verantwortung – in ihrer Region und für ihre Region. Deshalb förderte sie allein im Jahr 2021 mit über 300.000 Euro soziale und kulturelle Projekte. Die Palette reicht vom Sportverein vor Ort bis hin zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Darüber hinaus hat sie eine eigene Stiftergemeinschaft gegründet, unter deren Dach zum Beispiel der bekannte Mannheimer Comedian Bülent Ceylan und die frühere Schwimmweltmeisterin Franziska van Almsick eigene Treuhandstiftungen zu Gunsten von Kindern unterhalten.