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Rück­blick BUGA 23: Platt­form

Die nordbadischen Hardtwälder gehören zu den trockensten Landschaften in Baden-Württemberg. Der Klimawandel mit zunehmend trockenen und heißen Sommern führt hier schon jetzt zum Absterben der historischen Kiefernwälder. „Die seit dem 17. Jahrhundert eingebrachte Kiefer und die Schattbaumart Rotbuche leiden am stärksten unter dem Klimawandel; der Gewinner ist die spätblühende Traubenkirsche, die bereits große Flächen erobert hat“, ist Sebastian Eick überzeugt.

Aufgrund der Entwicklungen zur Corona Situation wurde auf Weisung des Wissenschaftsministeriums der Vorlesungsbetrieb an der Universität Mannheim bis zum 19. April 2020 eingestellt. Aus diesem Grund entfiel leider der Vortrag „Der Wald im Klima der Zukunft“ von Sebastian Eick, Forstdirektor a.D. im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung „Geschichte. Klima. Zukunft – Natur und Kultur im Dialog“ am 31.3.2020 um 17.15 Uhr. Wir bedauern diese notwendig gewordene Entscheidung sehr.

Einen Ausblick wie Stadtwälder womöglich in der Zukunft aussehen gibt der Forstexperte dennoch in einem Gespräch mit dem Mannheimer Morgen. Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Wir hoffen, Sie bei unserer nächsten Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

„Warum braucht es eigentlich eine Bundesgartenschau?“ Mit dieser provokanten Frage startete Hanspeter Faas am 27. Februar 2020 in seinen Vortrag „Bundesgartenschau – Störfaktor in der Stadtentwicklung?“
Anschaulich, informativ und überaus kurzweilig berichtete Faas den über 80 Zuhörerinnen und Zuhörern eine knappe Stunde lang, in welcher Art und Weise eine Bundesgartenschau die Entwicklung einer Stadt anstoßen kann. Sie sei als Instrument der Stadtentwicklung „ein scharfes Schwert“. Dazu zog Faas Beispiele aus den Städten München, Koblenz und Heilbronn heran, in denen er 2005, 2011 bzw. 2019 die jeweilige BUGA als Geschäftsführer leitete. In Koblenz erfuhr beispielsweise das wunderschöne Stadtschloss aus dem 18. Jh. eine beeindruckende Aufwertung. In Heilbronn wurde eine Industriebrache in einen modernen, neuen Stadtteil verwandelt. Um den zukünftigen Bewohnern einen direkten Zugang zum Neckar zu schaffen, wurde dort sogar eine Bundestraße zurückgebaut.
Faas betonte die Bedeutung, welche seiner Meinung nach sowohl die Einbindung der Bürgerschaft als auch ein schlüssiges Gesamtkonzept als roter Faden in der Umsetzung spielte. Und: „Die Zukunft von Stadt und Landschaft muss durch Nachhaltigkeit geprägt sein“, so Faas. Mannheim biete hier mit seinen Themen Energie, Umwelt, Klima und nachhaltige Nahrungsmittelsicherung beste Voraussetzungen. Mit einem regen Austausch, in dem die Diskutanten u.a. Parallelen zu Mannheim zogen, endete die Veranstaltung.

Mit der Veranstaltungsreihe „BUGA 23-Plattform“ will die BUGA gGmbH die Themen der Bundesgartenschau – Klima, Energie, Umwelt und nachhaltige Nahrungsmittelsicherung – in die Stadtgesellschaft einbringen und mit der interessierten Bürgerschaft diskutieren.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe BUGA 23: Plattform gab Kathrin Weiß, Geschäftsführerin der BUGA Erfurt 21, im Quartier Q6/Q7 spannende Einblicke in das stadtplanerische Konzept und Programm der Blumenstadt Erfurt. So weist die mittelalterliche Stadt Erfurt eine lange Tradition des Gartenbaus auf; bereits im Jahr 1865 fand die erste internationale Gartenschau statt. Diese Geschichte wird im Jahr 2021 wieder sicht- und erlebbar. Leitmotiv des Veranstaltungsprogramms sind 25 Themenwochen. Jede Woche erwartet die Besucher ein neuer Schwerpunkt.

Gelän­de­pla­nung

Im Norden der Stadt wird ein wichtiger neuer Grünraum erschlossen, der die sogenannte nördliche Geraaue, ein rund fünf Kilometer langen Natursstreifen, mit dem Nordpark verbindet. Auf dem historischen Petersberg wird ein Panoramaweg mit einem gläsernen Aufzug für einen barrierefreien Zugang angelegt und zu einem öffentlichen Quartier für Kultur, Bildung und Freizeit erschlossen.  Auch der egapark, eine bedeutendes Gartendenkmal aus den 1960er Jahren, wird erheblich aufgewertet. Dabei beschränkt sich die Bundesgartenschau aber nicht nur auf Erfurt, 25 Gärten in ganz Thüringen zählen als Außenstandorte zur BUGA.

Aktio­nen rund um die BUGA 21

Allerlei Aktionen wie die BUGA-Dialoge, eine BUGA Sprechstunde oder Baustellen-Spaziergänge oder die Blühweinhütte auf dem Weihnachtsmarkt stimmen schon im Vorfeld auf die Großveranstaltung ein: Eröffnet wird am 23. April 2021. Bleiben Sie auf dem Laufenden unter www.buga2021.de