BUGA 23: Staub­wol­ken, Lärm und Spaß: Tech­ni­sches Hilfs­werk (THW) im Übungs­ein­satz auf Spinelli

Mannheim, 24. November 2021

  • Am letz­ten Wochen­en­de nutz­te der Orts­ver­band Mann­heim des Tech­ni­schen Hilfs­werks (THW) das Spinelli-Gelände.
  • Bei einer Übung waren dort 39 Ehren­amt­li­che im Einsatz.
  • THW ist die deut­sche Zivil- und Kata­stro­phen­schutz­or­ga­ni-sati­on des Bun­des mit 80.000 ehren­amt­li­chen Helfer*innen und 1.800 haupt­amt­li­chen Mitarbeiter*innen

 

Stromaggregate, Bohrhämmer und Betonkettensägen sorgten am Samstag, 20.11.2021, für infernalischen Lärm auf dem Spinelli-Gelände zwischen Feudenheim und Käfertal, auf dem 2023 die Bundesgartenschau Mannheim stattfinden wird. Mittendrin 39 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Ortsverbandes Mannheim (OV MA) des Technischen Hilfswerk (THW).

 

THW, Ortsverband Mannheim, im Übungseinsatz auf Spinelli, © Foto: BUGA 23 & THW

Übung macht den Meister – das gilt auch für die Einsatzkräfte des THW. Zwischen Wolken aus Staub und Lärm absolvierten die ehrenamtlich in ihrer Freizeit Aktiven am Samstag, 20.11.2021, ihre Übungen auf dem Spinelli-Gelände rund um die U-Halle.

 

"Was für eine riesige Spielwiese!", freut sich einer der Helfer, als er mit seinen Kameradinnen und Kameraden das zukünftige BUGA 23-Gelände erreicht. Auf dem Spinelli-Gelände wurde im Verlaufe des letzten Jahres bereits das Gros der alten Militär-Gebäude und Wege zurückgebaut. Aber auch jetzt finden die Einsatzkräfte des THW noch alte Mauern, die entfernt und abgerissen werden müssen.

 

Aus diesem Zwecke stellte die Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH dem Ortsverband Mannheim des THW gerne das Spinelli-Gelände für ihre Übungen zur Verfügung, die unter der Leitung von Patrick Kuhn, Gruppenführer der Fachgruppe Räumen, durchgeführt wurden. Angeregt hatte den Einsatz auf Spinelli Truppführerin Katja Scheer, die auch den Kontakt hergestellt hatte.

 

Und so poltern an diesem grauen Samstagmorgen zahlreiche Fahrzeuge des THW OV MA auf das ehemalige Kasernen-Gelände und stellen sich – weit verteilt – entlang der riesigen U-Halle auf. Nach der obligatorischen Besprechung und Einteilung in Gruppen gehen die Einsatzkräfte grüppchenweise auseinander, bauen Geräte, Werkzeug und ihre Einsatzstellen auf. Parallel dazu erkunden mehrere Trupps das Gebäude, fertigen Lage-Skizzen an und erfassen mögliche Gefahren. Alle Fäden laufen bei Zugführer Benjamin Wenker und dem Zugtrupp zusammen. Die Logistik-Verpflegung ist ebenfalls vor Ort und bereitet den "Speisesaal" vor.

 

Nach kurzer Zeit beginnen die ersten Arbeiten in und an den Gebäuden. Mit Aufbrechhammer, Betonkettensäge und Co. werden Wanddurchbrüche erstellt. Diese dienen dem schnellen Zugang zu Gebäuden, die sonst nicht mehr betreten werden können. Dabei legen die ausbildenden Gruppen- und Truppführer Wert auf eine praxisnahe Ausbildung und achten vor allem auf den richtigen Selbstschutz der ehrenamtlichen Helfer*innen bei der Arbeit mit den Geräten.