Prof. Cassian Schmidt

BUGA 23: Platt­form – online im Stream: „Kli­ma­an­ge­pass­te Stau­den­kon­zep­te für das öffent­li­che und pri­va­te Grün“

Mannheim, 24. April 2020

 

 

Vor­trag von Prof. Cas­si­an Schmidt am 28.04.2020

  • Der Lei­ter des Schau- und Sich­tungs­gar­ten Her­manns­hof e.V. skiz­ziert Stau­den­kon­zep­te und ihren Ein­satz bei der Begrü­nung
  • Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie erst­mals im digi­ta­len Stream
  • In der Ver­an­stal­tungs­rei­he „BUGA 23: Platt­form“ refe­rie­ren Exper­ten über Tra­di­ti­on und Zukunft der Gar­ten­schau­en

 

Die BUGA 23: Plattform ist ein Ort der Begegnung, der Vernetzung und des Erfahrungsaustauschs. Expert*innen referieren hier über die Leitthemen der BUGA 23 – Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung – und stellen sich im Anschluss den Fragen des Publikums. Am 28. April 2020 (um 17:15 Uhr) spricht Prof. Cassian Schmidt, Leiter des Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof e.V. über „Klimaangepasste Staudenkonzepte für das öffentliche und private Grün“. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Vortrag über Zoom online geteilt. 

 

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Die BUGA 23 begibt sich auch digital auf ein Experimentierfeld, um neue Lösungen für die derzeitigen Probleme zu finden. Der Vortrag von Prof. Cassian Schmidt in Kooperation mit der öffentlichen Ringvorlesung „Geschichte. Klima. Zukunft – Natur und Kultur im Dialog“ an der Universität Mannheim und den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) wird daher am Dienstag, 28.04.2020, gestreamt.

 

Vor dem Hintergrund der rasant fortschreitenden klimatischen Veränderungen werden gerade für die Begrünung der Städte neue Konzepte benötigt, die klimaresistente und ausreichend stresstolerante Pflanzen einsetzen. Gleichzeitig müssen die eingesetzten Pflanzen ästhetisch ansprechend sein, dürfen im Unterhalt nicht zu hohe Kosten verursachen und möglichst die biologische Vielfalt fördern. In diesem Spannungsfeld zwischen natürlichen Vorbildern, ökologischen Anforderungen und notwendigen Anpassungen an den Stadtraum entwickelt Schmidt seine neuartigen Staudenkonzepte und gibt zahlreiche "Best-Practice-Beispiele", u.a. aus der Metropolregion Rhein-Neckar.

 

Cassian Schmidt (* 1963) ist Landschaftsarchitekt und Staudengärtnermeister mit langjähriger gärtnerischer Erfahrung. Nach dem Abschluss des Studiums der Landschaftsarchitektur an der TU München-Weihenstephan war er seit 1996 als Landschaftsarchitekt in der Objektplanung im Rhein-Main-Gebiet tätig. 1998 übernahm er die Leitung des Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof in Weinheim. Seit 2010 lehrt Schmidt darüber hinaus als Honorarprofessor für Pflanzenverwendung und Pflanzplanung an der Hochschule Geisenheim University, Studiengang Landschaftsarchitektur.

 

Die öffentliche Ringvorlesung „Geschichte. Klima. Zukunft – Natur und Kultur im Dialog“ ist eine Kooperation der BUGA 23, der Universität Mannheim und den rem.

 

Mit der Veranstaltungsreihe „BUGA 23: Plattform“ will die BUGA gGmbH die Themen der Bundesgartenschau – Klima, Energie, Umwelt und nachhaltige Nahrungssicherung – in die Stadtgesellschaft einbringen und mit interessierten Bürgern diskutieren.

 

Am Montag, 27.04.2020, wird der Link zur Online-Übertragung des Vortrags im Sonder-Newsletter der BUGA 23 veröffentlicht. Anmeldung unter https://www.buga23.de/newsletter/.

 

 

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Die Bundesgartenschau in Mannheim findet ca. 180 Tage lang von April bis Oktober 2023 auf dem ehemaligen Spinelli-Militärgelände in Mannheims Nordosten und in Teilen des Luisenparks statt. Geplant ist ein Programm mit etwa 5.000 Veranstaltungen. Für die BUGA23 wird mit 2,1 Millionen Besuchern gerechnet. Eine Seilbahn schließt den Luisenpark an, der zentraler Veranstaltungsort der Mannheimer Bundesgartenschau im Jahr 1975 war. Die BUGA23 ist sowohl Gartenschau als auch städtebauliche Entwicklung mit Raum für neue Ideen und Teil des Grünzugs Nordost, der 230 Hektar Grünflächen bis in die Mannheimer Innenstadt miteinander verbindet. Mehr als 62 Hektar Fläche auf dem ehemaligen Kasernengelände „Spinelli-Barracks“ werden entsiegelt und zur Bundesgartenschau 2023 neu gestaltet.

 

Es entsteht ein neues Naherholungsgebiet, das vom Käfertaler Wald über die Vogelstang-Seen, das Bundesgartenschau-Gelände „Spinelli“ und die Feudenheimer Au bis zum Luisenpark reicht. Es schafft einen klimatologisch wichtigen Frischluftkorridor zum Neckar, der das Stadtklima positiv verändern wird. Darüber hinaus werden mit einem modernen Radwegenetz gleich mehrere Stadtteile an die Innenstadt angebunden sowie vorhandene Biotopflächen behutsam integriert. Gleichzeitig wird das Gelände der Bundesgartenschau mit rund 62 Hektar eines der größten Artenschutzgebiete in der Metropolregion Rhein-Neckar. Es bietet einen Schutzraum beispielsweise für Mauereidechsen sowie verschiedene Vogel- und Wildbienenarten. Zentrales Gebäude wird die sogenannte „U-Halle“, die von der US Army für die Lagerung von Material verwendet wurde. Durch ihre Größe von 22.000 Quadratmetern bietet sie sich für Blumen-Ausstellungen, Kulturveranstaltungen, Gastronomie sowie Freizeit- und Sport-Veranstaltungen an.