Gebün­del­te Begeis­te­rung

Von Jan Millenet, am 05. August 2020

 

Neu­ge­grün­de­ter Ver­ein Freun­des­kreis der Bun­des­gar­ten­schau 2023 star­tet eine „Emo­ti­ons­of­fen­si­ve“

Die Begeisterung über den Abend des 13. Julis klingt in Gerhard Mandels Stimme immer noch nach. Es war der Tag, an dem sich der Freundeskreis der Bundesgartenschau Mannheim 2023 e. V. gegründet hat. Mit Gerhard Mandel als erstem Vorsitzenden und Gertrud Frohburg als seine Stellvertreterin. „Die Versammlung hatte sowohl inhaltlich wie auch atmosphärisch einen außergewöhnlich guten Verlauf genommen“, schwärmt er im Nachgang.

 

© Foto: BUGA 23

Besonders stolz ist Mandel auf die Teilnehmerzahl, die an diesem Abend in der U-Halle auf dem Spinelli-Gelände – natürlich unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen – zusammengekommen war. „Über 50 sind direkt Vereinsmitglied geworden. Und das zum Start eines Vereins – das ist enorm“, erzählt er. Insgesamt kamen über 60 Menschen. Darunter befanden sich auch einige Mannheimer, die bei Weitem nicht unbekannt sind: etwa der künstlerische Leiter Popakademie Mannheim, Udo Dahmen, oder Ex-Polizeipräsident Thomas Köber, der – fast schon irgendwie passend – zum Kassenprüfer gewählt wurde. BUGA-Geschäftsführer Michael Schnellbach hat neben Thomas Kowalski, Akin Erdem und Gerda Brand nun das Amt des Beisitzers inne. Schatzmeister ist Marcel Becker und Schriftführerin wurde Kristina Grötsch. „Nicht zu vergessen die zahlreichen BUGA-Paten, die sich schon seit geraumer Zeit für die Bundesgartenschau in Mannheim engagieren“, so Gerhard Mandel erfreut.

 

 

Dazu zählt auch das Freundeskreis-Mitglied Hans Schröder. Der 76-jährige Mannheimer engagiert sich schon seit Langem für eine, wie er sagt, vernünftige Umwandlung der Konversionsflächen – lange bevor es die BUGA-Paten und -Lotsen gab, denen er ebenfalls seit Beginn an angehört. Er ist von der Idee der Bundesgartenschau überzeugt. „Mich begeistert ein Gelände wie Spinelli, so groß wie die Mannheimer Innenstadt. Und das gilt es, neu zu gestalten. Nicht als Brachwiese, sondern als eine grüne Lunge.“ Die BUGA sei das passende Konzept, um diese Fläche in einen Park zu verwandeln, der dann den Bürgern offensteht. „Genau das möchte der Freundeskreis den Mannheimern vermitteln, die noch skeptisch der BUGA gegenüber sind“, sagt Hans Schröder.

 

 Die BUGA-Begeis­te­rung schü­ren

Nun ist „Freundeskreis“ ein Begriff, der erst einmal schwer zu fassen ist. Was macht ein Freundeskreis eigentlich? Ist es ein lockerer Stammtisch? Oder steckt da mehr dahinter? „Weit mehr“, bestätigt der erste Vorsitzende und holt aus: „Der Freundeskreis versteht sich als eine Vereinigung, die in allen gesellschaftlichen Bereichen die große Chance, die die BUGA 23 in Mannheim mit sich bringt, bekannt machen möchte.“ Stadt- und regionsweit. Ein erster Weg, den der Freundeskreis dabei einschlagen möchte, sei eine Art Emotionsoffensive, um sozusagen den BUGA-Funken zu entfachen. „Denn wir sind der festen Ansicht, dass die Begeisterung für die BUGA noch Luft nach oben hat“, erklärt Gerhard Mandel motiviert. „Da möchten wir noch mehr erreichen.“ Und dass das klappt, davon ist auch Hans Schröder überzeugt: „Ich erinnere mich noch an die Bundesgartenschau 1975. Da waren erst viele Mannheimer dagegen und fragten sich, ob man diese überhaupt brauche. Als sie da war, herrschte Jubel, und auch heute noch sind die Mannheimer stolz auf ihren Luisenpark.“

Die Offensive des Freundeskreises soll nach den baden-württembergischen Sommerferien Mitte September starten. Dazu erarbeiten die Mitglieder gerade eine Präsentation, die als Informationspaket rund um die BUGA 23 allen Vereinen, allen Gruppen, allen Interessenten angeboten wird.

Darüber hinaus plant der Freundeskreis Führungen vor und während der BUGA. „In den nächsten zwei Monaten werden wir inhaltlich unsere Schwerpunkte definieren“, sagt Gerhard Mandel. Das habe man bislang nicht machen können, da der Vorstand noch nicht gewählt war.

 

 Täg­lich auf der BUGA

Gerhard Mandels Begeisterung für die Bundesgartenschau besteht übrigens ebenfalls schon lange. „Ich selbst habe die Schau 1975 erlebt“, erzählt der ehemalige Redaktionsleiter des Kurpfalz-Radios im SWR-Studio Mannheim/Ludwigshafen. Damals noch Student, habe er als freier Zeitungsmitarbeiter über das Ereignis geschrieben und war nahezu jeden Tag auf der Bundesgartenschau unterwegs. „In dieser Zeit habe ich gesehen, gelernt und gespürt, welch positive Wirkung eine BUGA für eine ganze Stadt und eine Region haben kann. Das hat mich eindeutig bewegt.“

 

Wer ebenfalls Teil des Freundeskreises der Bundesgartenschau Mannheim 2023 werden möchte, findet weitere Infos unter www.buga23.de/unterstuetzer/freundeskreis/